Skulpturengruppe „Bad des Apollo“

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ZLS700
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4251573702891
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Le chateau de versailles le jardin 97

Diese Skulpturengruppe „Bad des Apollo“, aus sieben Statuen, ist eine Replik aus weißem Marmor, der weltberühmten Szenerie aus der Thetisgrotte im Garten von Versailles. Apollon (altgrichisch: Ἀπόλλων, lateinisch: Apollo, deutsch: auch Apoll) ist in der griechischen und römischen Mythologie der Sonnengott und Beschützer der Künste und Musik. Er war einer der wichtigsten Götter seiner Zeit und das bedeutendste Heiligtum der Antike, die Orakelstätte von Delphi, war diesem Gott geweiht.

Merkmale

Das "Bad des Apollo" besteht aus sieben Skulpturen in Lebensgröße. Die gesamte Skulpturengruppe besteht aus feinem weißen Marmor und wurde in weitestgehender Handarbeit aus großen Marmorblocken herausgearbeitet.

Geschichtliche Informationen

Das „Bad des Apollo“ im Garten von Versailles ist heute ein vielbesuchter Ort für Künstler, Garteninteressierte und Historiker. Folgend sollen einige geschichtliche Informationen gegeben werden, die sich mit den Apollobädern befassen.

Mythologie

In der Auffassung über die Mythologie des Apollo und dessen Darstellung als Sonnengott in der Thetisgrotte im ausgehenden 17. Jahrhundert, haben sich nach heutigem Kenntnisstand griechische und römische Einflüsse stark vermischt.

Boskett „Bad des Apollo“ in Versailles

Das Boskett „Bad des Apollo“ in Versailles zeigt in einer romantischen Szenerie drei prächtige Skulpturengruppen. Diese Skulpturen befinden sich heute in der Thetisgrotte im Garten von Versailles. Thetis ist, nach der Vorstellung im 17.Jahrhundert, die Gattin des Meeresgottes Neptun und stellt Apollo ihre Dienstgehilfen zur Verfügung. Apollo mit fünf Nymphen und der Thetis, die ihm selbst das Haar wäscht, ist die mittlere Skulpturengruppe der drei Konchen in der Grotte der Thetis. In dieser abendlichen Kulisse wird der ruhende Sonnengott Apollo von den Nymphen umsorgt, nachdem er sein Tagwerk vollendet hat.

Geschichte der Apollobäder

Die Geschichte der Apollobäder beginnt bereits mit dem Hofmaler Le Bruns, der 1664 zum „primier peintre du Roi“ ernannt wurde und die Vorlage für die Skulpturengruppe hervorbrachte. Im Jahr 1666 wurde Francois Girardon, ein Meister der dekorativen und monumentalen Statuen, zusammen mit Thomas Regnaudin beauftragt eine Gruppe von Skulpturen zu erschaffen. Es war das erste (wahrhaftige) „Meisterwerk in Marmor“ und wahrscheinlich das Wichtigste in Versailles. Das zwischen 1666 und 1675 entstandene Werk wurde von König Ludwig (Louis) XIV. beauftragt. Apoll der Sonnengott diente sichtlich als Identifikationsfigur für den König von Frankreich, der sich selbst als „roi de solei“ (Sonnenkönig) bezeichnete.

Grotte de Téthys-intérieur

Ursprünglich befand sich die Skulpturengruppe in der „Grotte der Thetis“ (franz.: La Grotte de Thétis). Die „Grotte der Thetis“ war damals nicht das heutige Boskett im Garten von Versailles, sondern ein rechteckiger Anbau, den König Ludwig XIV. zu Ehren seiner geliebten Louise de la Vallièrre an der nördlichen Seite des Palastes in Versailles erbauen ließ. In den drei Nischen, die mit Muscheln und Kieselsteinen im üppig-barocken Stil ausgekleidet waren, befanden sich die drei Skulpturengruppen.
Die Grotte wurde jedoch im Jahre 1684 für den Ausbau und die Erweiterung des Schlosses abgerissen. Die drei Konchen der Apollobäder fanden 1687 schließlich ihren Platz im Kuppel-Boskett (franz.: Le Bosquet des Dômes), dass sich zu dieser Zeit jedoch nicht so nannte. Dort verweilten die Skulpturen der Apollobäder bis 1705/06 und wurden dann im heutigen „Bosquet des Bains d’Apollon“ (damals noch Bosquet du Marais) platziert.
Die Apollobäder wurden erst rund 70 Jahre später, unter König Ludwig dem XVI., „Bosquet des Bains d’Apollon“ (Apollobäder) genannt. Ludwig XVI.  hatte 1776 den Maler Hubert Robert beauftragt, für das Boskett im Garten einen neuen Plan zu erstellen. Es war die Epoche, in der der Stil des Englischen Gartens mit chinesischen Stilelementen verschmolz. Im Jahre 1778 wurde deshalb das gesamte Boskett im damals beliebten anglo-chinesischen Stil fertiggestellt und zeigt sich in dieser Form bis heute. Die originale Skulpturengruppe von Girardon und Regnaudin schmückt heute nicht mehr die Thetisgrotte im Garten von Versailles. Der ursprünglich verwendete Marmor konnte der andauernden Bewitterung nicht Stand halten, da die Figuren wohl ursprünglich für den Innenraum des Schlosses konzipiert waren.
Das gesamte Boskett der Apollobäder im Stil von 1778, wurde 230 Jahre später von 2008 bis 2010 gesperrt und restauriert. Es kann heute im Schlossgarten wieder besichtigt werden.

 „Bad des Apoll“ in Dresden

Zu den bekanntesten Erwerbungen des Kurfürsten „August dem Starken von Sachsen“ gehört das „Bad des Apoll“ in Bronze. Den Ankauf der Bronze ließ er in Paris durch seinen französischen Kunstagenten Raymond Leplat im Jahre 1715 tätigen. Es war die zweitteuerste Bronze nach dem großen Reiterstandbild „August des Starken“ aus dem insgesamt 38-teiligem Konvolut. Es kostete damals dem Kurfürsten die exorbitante Summe von 1.650 sächsischen Reichstalern. Die Bronzereduktion, die heute im „Grünen Gewölbe Dresden“ besichtigt werden kann, ist gegenüber der gegenwärtigen Marmorreplik in Versailles, dass einzig übrig gebliebene plastische Abbild, die die originale Anordnung und Formgebung der Marmorstatuen zu Zeiten Ludwigs des XIV. zeigt.

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