Schöne Stadtbrunnen und ihre Geschichte

Schöne Stadtbrunnen die das Bild unserer Städte eindrucksvoll prägen gibt es weltweit. Zu fast jeder größeren Innenstadt gehört ein Brunnen, der meist zentral den städtischen Marktplatz verschönert. Viele Stadtbrunnen sind aber nicht nur gestalterische Kunstwerke, sondern auch sozialer Mittelpunkt der Stadtbewohner. In vielen Städten und Gemeinden bereichern Brunnenanlagen das Stadtbild und sind Feuchtigkeitsspender an heißen Sommertagen.

Stadtbrunnen

Stadtbrunnen wie wir sie heute kennen, entwickelten sich mit dem Aufkommen der Städte. Man kann diese Brunnen auch als Weiterentwicklung des Dorfbrunnens betrachten. Kleine Holz- und Steinbecken der Dörfer, die hauptsächlich der Bereitstellung von Wasser dienten, entwickelten sich zu dekorativen Kleinodien, in der nicht mehr die Wasserversorgung im Vordergrund stand.


Großer Badebrunnen Stadtbrunnen achteckig

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Geschichte

Der Bau von Steinbrunnen hat eine lange Geschichte. Seine Anfänge beginnen nachweislich vor mehr als 4000 Jahren. Immerhin gibt es Funde von gehauene Steinbecken aus dieser Zeit, die wahrscheinlich Wasser zu religiösen und zeremoniellen Zwecken enthielten.

Frühe Brunnenanlagen

Die frühen menschlichen Zivilisationen verließen sich beim Betrieb der Brunnenanlagen weitestgehend auf die Schwerkraft, um den Wasserfluss im Brunnen zu kontrollieren. Diese alten Brunnenanlagen waren in erster Linie funktional und oft entlang von Bächen, Flüssen und Aquädukten gelegen, um das Trinkwasser für den täglichen Bedarf zu liefern.
Wirklich dekorative Stadtbrunnen findet man erst in der antiken römischen Kultur, die Ihre Brunnen mit aufwendig gestalteten Steinfiguren bereicherten. Die Römer hatten ein ausgeklügeltes System von Aquädukten, die das Wasser für viele Brunnen im Stadtbereich zur Verfügung stellten. Für die Wasserversorgung der Stadtbrunnen fand sogar eine Verrohrung mit Bleirohren statt, die unter den Straßen verlegt wurden. Schon zu Zeiten Gaius Julius Cäsar im ersten Jahrhundert v. Chr. wurden erste Springbrunnen gebaut. Das Wasser wurde über den Wasserdruck einer entfernten Quelle in die Luft getrieben.
Am Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde Rom, als „Stadt der Brunnen“ bezeichnet. Die Stadt zählte damals 9 Aquädukte, 29 monumentale Stadtbrunnen und 591 öffentliche Becken, die alle mit Wasser versorgt werden mussten. Aber nicht nur die römische Hauptstadt wurde mit Brunnen ausgestattet, auch in den römischen Provinzstädten befanden sich Stadtbrunnen mit durchdachten Wasserführungssystemen.

Mittelalter

Für Brunnenanlagen, war die Zeit des Mittelalters, eine Zeit des Niedergangs. Einfache Brunnen waren in den Jahrhunderten des Mittelalters weitestgehend den Klöstern und Burgenanlagen vorbehalten. Selbst Dorfbrunnen waren oft einfache Holzkonstruktionen und nur in den seltensten Fällen aus Naturstein. Einfachste Wasserbecken mit einer wasserführenden Säule haben kaum die Jahrhunderte in unsere Neuzeit überstanden. Erst am Ende des Mittelalters wuchs die Bevölkerungszahl und mit ihnen die Städte und Gemeinden. Der Einfall osmanischer Truppen in das Herz Europas hat dazu beigetragen, dass das verlorengegangene Wissen der Antike und das neue Wissen der osmanisch/arabischen Stämme zu verbreiten. Nach den Jahrhunderten, der fortschrittlichen Repression, besann man sich am Ende des Mittelalters, wieder auf die schöpferischen Leistungen der antiken Hochkulturen. Stadtbrunnen wurden nun erneut zum Gestaltungselement auf den Marktplätzen und sorgten sogar für spaßige Unterhaltung. Viele Stadtbrunnen wurden so entworfen, dass ahnungslose Schaulustige mit Wasser besprüht worden.

Renaissance und Barock

Nach der Zeit des Mittelalters folgte die Zeit der Renaissance. Die Renaissance, war eine Ära, die von aufstrebendem Reichtum geprägt war. Man besann sich in der Malerei, Bildhauerei und Architektur wieder der großen Meister aus der Antike. Viele namhafte italienische Künstler, wie Raffael, Michelangelo und Leonardo da Vinci, aber auch deutsche Künstler, wie Veit Stoß und Albrecht Dürrer prägten jene Zeit. Die Stadtbrunnen wurden bis zur Epoche des Barock immer gewaltiger, komplexer und imposanter. Während dieser Zeit würdigte man mit Stadtbrunnen der großen Herrscher und Könige. Zentrale Brunnenanlagen in Städten und Schlössern wurden zu Symbolen der Macht und des Reichtums und waren oft mit aufwendig gearbeiteten Skulpturen verziert. Viele Brunnen waren aber mehr, als königliche Tribute. In Städten und Parkanlagen wurden Brunnen entworfen um Entspannung und Abkühlung den Besuchern zu bieten.
Die nachfolgende europäischen Kunstepoche Barock, brachte viele berühmte und aufwendig gearbeitete Brunnen hervor. Mit Unterstützung der mächtigen katholischen Kirche blühte der barocke Kunststil auf, symbolisierte aber immer noch Macht und Reichtum. Die Stadtbrunnen wurden größtenteils aus sehr widerstandsfähigen festen Natursteinen und Bronzeelementen gefertigt. Viele der heutigen Stadtbrunnen sind daher aus jenen Zeitabschnitten erhalten geblieben.

Moderne Stadtbrunnen

Ab dem 19.Jahrhundert haben sich Funktionsweisen und ästhetische Aspekte von städtischen Brunnen verändert. Der moderne Stadtbrunnen wird heute sehr selten über Schwerkraftanlagen betrieben. Ab dem 20. Jahrhundert ersetzten elektrische Wasserpumpen die Schwerkraftanlagen als Haupttreiber der Wasserrichtung.
Die meisten Stadtbrunnen werden im Umlauf betrieben um Wasser zu sparen und dienen keinesfalls mehr als Quelle der Wasserversorgung. Sprüheinrichtungen aus denen Wasserfontänen schießen sind dank moderner Pumpentechnologie kein Problem mehr. Zeitsteuerungen sind Standard und tragen zum schonenden Energieumgang bei. Stadtbrunnen werden zwar immer noch viel aus Naturstein gefertigt, weil Naturstein ein nachhaltiges Grundmaterial darstellt, aber man verbindet dies zusätzlich mit modernen Materialien, wie Corten- oder Edelstahl. Mit den neuen technologischen Fortschritten können die Wasserspiele der Stadtbrunnen mit Musik und Lichtquellen synchronisiert und aus aller Welt per App gesteuert werden. Eine Fülle an Stadtbrunnen, aber auch kleinere Gartenbrunnen können seit Anfang des 21.Jahrhunderts im gewünschten Stil und dem passenden Budget, über elektronische Endgeräte und das weltweite Datennetz gekauft werden. Dennoch ist das fertigen eines Stadtbrunnens, der Aufbau und die Installation, wie eh und je weitestgehend Handarbeit.


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